1/9

sprachmalerei

Was meine Arbeiten bewegt, ist die Frage, wie sich Sprache und Mensch in ihren spannungsreichen Verflechtungen und Netzwerken verweben; genau so, wie wir Dinge im täglichen Leben zu glauben wissen, die wir im Privaten nicht wissen und womöglich niemals wissen können.

 

Sprache, Farb- und Formerkennung - die selbstverständlichen und unantastbaren Werkzeuge zur Erschließung der Wirklichkeit - entlarvt Maren Flößer als relativ.

Die Künstlerin legt genau dort den „Pinsel“ an, wo zu spüren ist, dass viele festgelegte Zuordnungen nicht mehr gelten. Der Entzug dieser Konstanten ist kreativ und löst zugleich Kreativität aus.

Bildkombinationen können erprobt werden. Der Betrachter wird zum Akteur. Er schafft sein eigenes Bezugssystem, er wird Teil eines von der Künstlerin angebotenen Netzwerkes. Er kann die Bilder aus ihrer Selbstreferenz lösen und kombinieren, damit ihre Existenz befragen und verändern.

 

Dr. Eva Mongi-Vollmer,

Städelmuseum Frankfurt